Die Eidechse steht für Wiederbeleben
der Kräfte und einen Neubeginn,
da sie ihren Schwanz verlieren kann
und dieser stets nachwächst.

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Coaching to go

Probleme einfach gehen lassen?
oder
Die erstaunliche Wirkung von leichter Bewegung auf die Problemlösung

Natürlich könnten wir jetzt als erstes denken: „Mein Problem sitzt aber Zuhause auf der Couch und kommt nicht mit. “Dies ist die Lieblingslösung, dass sich „DER ANDERE“ ändern soll. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies funktioniert, tendiert jedoch (wie Sie vielleicht selbst schon feststellen konnten) gegen Null -und so sind wir selbst gefragt, einen Umgang mit einem Problem zu finden, das uns im Alltag zu sehr beschäftigt oder blockiert.
Der menschliche Organismus verfügt über Selbsthilfekräfte – wenn man sich in den Finger schneidet, heilt der Schnitt ebenso wie gebrochene Beine und Erkältungen. Wundheilungen können wir unterstützen, wenn wir die Wunde sauber und trocken halten.

Problem

Der Körper gesundet automatisch. Wieso also nicht auch der Geist?

Es gibt einen Heilungsmechanismus, den uns die Natur mitgegeben hat und der dauerhaft Gedankenkarusselle stoppen oder Traumen auflösen kann.

Gedankenkarusell

Wie das geht!

Der Schlüssel hierfür liegt, so simpel es klingen mag, im „Gehen“. Wir haben lediglich verlernt, ihn zu benutzen. Die Menschen haben sich vermutlich hunderttausende von Jahren auf diese Weise geheilt. Schon als wir als Jäger und Sammler durch die Weiten der Landschaft strichen, mussten wir lernen, mit traumatischen Ereignissen und Belastungen umzugehen. Wurde, zum Beispiel, ein geliebtes Familienmitglied auf der Jagd von einem wilden Tier zerfleischt, wurde bereits auf dem Weg nach Hause mit der Trauma-Verarbeitung begonnen – in Begleitung eines Älteren/Erfahreneren, im Gehen. Weil wir heutzutage so wenig zu Fuß gehen, passiert es, dass seelische Wunden schlecht oder gar nicht heilen.

Gehen

Die Wirkung

Warum diese Methode effizienter sein kann als jede Psychiatercouch? Ganz einfach: Durch das Gehen werden abwechselnd beide Körperseiten angesprochen, rechts und links – und somit auch die rechte und linke Gehirnhälfte, also das Denken und das Fühlen. Denken und Fühlen werden in Einklang gebracht, was absolut notwendig ist, damit seelische und geistige Wunden heilen können. Der Prozess des Gehens bietet die Möglichkeit, die Vergangenheit in einem neuen Licht zu sehen. Wir können Dinge noch einmal anders verstehen und klarer sehen. Der Text im Kopf, das Gebrabbel, unseres Geistes verändert sich, bekommt Raum und Struktur. Wenn man sich beim Gehen in bestimmter Art und Weise an sein Problem, an seine Verletzung oder die schlechte Erfahrung erinnert, kann dies recht schnell zu einem positiven Ergebnis führen. Dann wird z.B. aus einem „Das macht mir Angst“ oder „Ich war das Opfer“ ein „Ja, das ist mir passiert, doch es ist vorbei, ich habe daraus gelernt und kann es jetzt loslassen. „Wir können davon ausgehen, dass wir von der Evolution so angelegt sind.

Was hat das Gehirn damit zu tun?

Ein Beispiel hierfür ist die REM-Schlafphase, in welcher wir durch eine links-rechts-Bewegung der Augen die Ereignisse des Tages verarbeiten.Wie eine leere Seite wird der Hypocampus im Gehirn jeden Tag neu beschrieben, bis sie dann nachts sortiert, aufgeräumt und geleert wird. -Damit sie tags darauf wieder von neuem beschriftet werden kann. Der Hypocampus entscheidet, was wichtig und unwichtig ist, was gemerkt werden soll und was ‚weg‘ kann.

Kreatives Denken

So wird aufgeräumt :-)

Kann durch ein starkes Trauma oder ein einschneidendes Ereignis dieser Teil im Gehirn nicht wieder leergeräumt werden, kommt es zu einer Blockade, einer Verstopfung und die traumatischen Ereignisse werden jeden Tag wieder neu so wahrgenommen, als wären sie gerade heute passiert. Und täglich grüßt das Murmeltier.
Das Ereignis, das Trauma oder die Belastung geht also nie vom „Heute“ ins „Damals“ oder in „vor einem Tag“ oder „vor einer Woche“.  Das Ereignis wird nie verarbeitet und in der Erinnerung gespeichert, von wo aus es keinen Schmerz mehr hervorrufen kann. Das erschüttert Verstand und Emotionen zutiefst.
Gehirnuntersuchungen zeigen, dass die Amygdala, also das Angst und Stresszentrum und der Hypocampus erst dann wieder normal arbeiten, wenn ein belastendes Ereignis verarbeitet ist.
Und hierbei hilft methodisches, bewusstes Gehen. Wichtig ist dabei, mit dem Problemthema während der Bewegung in Kontakt zu kommen es tatsächlich mental mit auf den Weg zu nehmen und Veränderungen wahrnehmen zu können. Um dies zu lernen und mit den Gedanken auch beim Thema bleiben zu können – ohne sich ablenken zu lassen – empfiehlt es sich, eine geschulte Begleitung, z.B. einen Coach oder einen Therapeuten dabei zu haben.

Probieren Sie es gleich selbst mal aus!

Machen Sie einen kleinen Test, wie sich die links-rechts Bewegung auf ihren emotionalen Zustand auswirkt:
Wirkung testen: Kann ich einen Tennisball von einer Hand in die Andere werfen und gleichzeitig Wut empfinden? Ändert sich etwas in meinen Emotionen, während ich den Ball hin und her werfe? Versuchen Sie es!

Jonglieren